Bachelorstudiengang Design
Studienrichtung Kommunikationsdesign
Ziel des Studiums
Ziel des Studiums ist es, gestalterisch-künstlerische, wissenschaftliche und technische Grundlagen für die Planung, den Entwurf und die Realisierung von Kommunikationsvorgängen zu vermitteln.
Die Eigenart der Studienrichtung Kommunikationsdesign erklärt sich aus der besonderen didaktischen und methodischen Struktur eines künstlerischen Studiengangs. Was heisst das? Im Gegensatz zu anderen Studiengängen/richtungen, ist die Studienrichtung Kommunikationsdesign nicht rezeptiv. Dem Lernenden nützt es wenig, wollte er sich nur auf das rational nachvollzogene Wissen beziehen. Er muss sich mit den spezifischen Bedingungen eines künstlerischen, kreativen Gestaltungsprozesses auseinandersetzen.
Kommunikation braucht Sender und Empfänger; so ist die Arbeitsgemeinschaft das Fundament für die auszubildende Kreativität des Studenten. Die Leistungen des Lernenden, seine manuellen Erfahrungen und Erkenntnisse im Umgang mit künstlerischen Fertigungstechniken und praktischen Interaktions -und Innovationsprozessen ergeben in dem Maße ein überzeugendes Bild, wie es ihm selbst gelingt, den Begriff Kommunikation als Teil des Studiums zu verwirklichen.
Berufsbild des Kommunikationsdesigners
Der Kommunikationsdesigner arbeitet mit visuellen Zeichen. Seine Aufgabe ist es, mit der Auswahl und dem Einsatz optischer Chiffren Wirkungen zu erzielen. Damit beeinflusst er das Kommunikationsverhalten der Menschen. Über die Verständigungstechnik des geschriebenen und gesprochenen Wortes hinaus, schafft er eine weitgefächerte Zeichensprache. Er verwendet ihre Symbole zur Informationsübermittlung. Dadurch wird Kommunikation komplexer und schneller.
Zur Erreichung seines Design-Ziels benötigt er nicht nur ein breites fachspezifisches Wissen, das alle grafischen Techniken und Medien umfasst, sondern auch ein hohes Maß an künstlerischer Kreativität. Er muss sich immer wieder ein Bild machen können. Je phantasievoller die auf das Konzeptionsziel gerichteten Bilder sind, desto eher wird ihm ein Informationsaustausch (Dialog) gelingen. Der Dialog ist ein sozialer Vorgang. Deshalb übernimmt der Kommunikationsdesigner eine gesellschaftliche Verantwortung. Dazu muss er wissenschaftliche Erkenntnisse in den gesamten Gestaltungsprozess einbeziehen. Das heisst, er muss sich auch hier ein Bild von der Gesellschaft machen, mit deren Mitgliedern er in Kontakt tritt, deren Umwelt er gestaltet.
Aufgaben und Berufsfelder sind alle Bereiche der Massenmedien: Werbung, Video, Film, TV, Presse-Publikationen, Aufgaben aus Wissenschaft und Bildung, Schaffung von Orientierungssystemen, Arbeit als Autor mit eigenen Projekten zum Zwecke der Vermarktung sowie Betätigung im dreidimensionalen Bereich (Messe-und Ausstellungsgestaltung). Also auf allen Gebieten, wo sich über den Prozess visuell vermittelter Botschaften eine Kommunikationsabsicht vollzieht.
Die Berufslaufbahn bzw. Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf lassen sich wie folgt beschreiben:
• Die Tätigkeit als selbständiger Kommunikationsdesigner gestaltet sich in der Regel in Form einer Auftragsarbeit für direkte Kunden oder für mittelbare Kunden, d.h. z.B. Agenturen, die ihre Auftraggeber repräsentieren.
• Eine weitere Möglichkeit des selbständig arbeitenden Kommunikationsdesigners besteht in der Entwicklung eigener Gestaltungs-Projekte (z.B. illustrierte Kinderbücher, Comics, Cartoons, Bildgeschichten, Trickfilme, Fotoreportagen, Illustrationen usw.), die er als Autor den entsprechenden Vertretern der Branche anbietet.
• Er kann arbeiten als Mitarbeiter oder Leiter eines Designer- Ateliers in weitgestreutem Einsatz als Mitglied eines Teams an Aufträgen, die vom Volumen her oft die Einschaltung einer Full-Service-Agentur nicht rechtfertigen.
• Nicht selten werden freie Designer- Ateliers wegen ihrer Spezialkenntnisse mit der grafischen Gestaltung von Aufträgen betraut.
• Weitere Betätigungsfelder für den angestellten Kommunikationsdesigner sind die mittleren und grossen in- und ausländischen Werbeagenturen (Reinzeichner, Layouter, Typograf, Fotograf, Artdirector, Creativdirector usw.), die Werbe- und Publicrelations-Abteilungen grösserer Firmen der Industrie und Wirtschaft, die Verlage mit ihren Herstellungen, Lektoren und Redaktionen, die Programmabteilungen der Fernsehanstalten sowie alle Institutionen, Behörden, Parteien und Verbänden, die über Bildmedien Nachrichten übermitteln.
Bewerbung
Studienbewerber für die Studienrichtung Kommunikationsdesign haben, neben den schulischen Voraussetzungen und dem Bestehen einer Eignungsprüfung, den Nachweis einer entsprechenden künstlerischen Begabung zu erbringen.
Die Eignungsprüfung gliedert sich in:
• eine Vorauswahl
• eine praktische und
• eine theoretische Prüfung
Über die Zulassung zur praktischen und theoretischen Eignungsprüfung entscheidet die Prüfungskommission der Fakultät.
Ihr gehören die hauptamtlichen Professoren der Studienrichtung Kommunikationsdesign an.
Die Eignungsprüfung findet in der Regel Anfang Juli statt. Der genaue Termin wird jedem Teilnahmeberechtigten schriftlich mitgeteilt. Sie dauert 2 Tage.
Vom Bewerber wird erwartet, dass er eine Mappe (Grösse max. DIN A1 innen und aussen mit dem Namen in Druckbuchstaben beschriftet) mit nicht mehr als 30-40 selbstangefertigten Arbeiten vorlegt.
Sie sollten einen allgemeinen Eindruck über das Gestaltungsvermögen geben. Keine plastischen Arbeiten, gerahmte Bilder, Rollen, Ölgemälde etc. abgeben.
Prüfen Sie Ihre Mappe kritisch, und legen Sie die Arbeiten übersichtlich und geordnet zusammen.
Erreichte Qualifikation: Akademischer Grad Bachelor of Art
Studienberatung: Prof. Thomas Günther e-mail