Bachelorstudiengang Design

Studienrichtung Industriedesign

Ziel des Studiums


Ziel des Studiums ist, die ideale Balance zwischen rational intellektuellen, kreativ künstlerischen und intuitiv emotionalen Fähigkeiten, die zur Entwicklung von erfolgreichen Produkten notwendig ist, in der Lehre zu vermitteln. Da Serienprodukte, die vom Industriedesigner gestaltet werden, in der überwiegenden Mehrzahl auf industriellen Herstellungsprozessen beruhen, ist es darüber hinaus notwendig die Kenntnis dieser Prozesse beim Studierenden im Lehrplan sichtbar zu machen, so dass die Gestaltungsleistung im Hinblick auf die marktgerechte Realisierung auch durchführbar wird. Daher ist es das Ausbildungsziel, auf Basis der vermittelten Grundlagenkenntnisse, in direkter Kooperation mit den Vertretern aus der Wirtschaft, realitätsnahe Projekte mit einem qualifizierten konzeptionellen Ansatz und außergewöhnlichen gestalterischen Leistungen sowie unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit exemplarisch als integralen Studienbestandteil durchzuführen. Damit ermöglichen wir den Studierenden bereits während des Studiums die notwendige Praxisnähe für den anschließenden erfolgreichen Berufseinstieg und stellen tagesaktuelle Projektthemen als Herausforderungen an die angehenden Designer.


Das Bachelor Studium Design beginnt zum Wintersemester und bietet - insbesondere im ersten Semester, in dem die Studierenden aus allen Studienrichtungen gemeinsam in den Grundfächern unterrichtet werden – sowohl die Möglichkeiten ein breites Spektrum an studiengangübergreifenden Angeboten wahrzunehmen, als auch durch eine individuelle Modulauswahl von spezialisierten Lehrfächern zu einem spezifischen Schwerpunkt zu vertiefen. Das fünfte Semester wird außerhalb der Hochschule als Praxissemester abgeleistet, wobei sowohl während der Studiensemester, als auch während des Praxissemesters die Fakultät ausdrücklich den Studien- und/oder Praxisaufenthalt im Ausland begrüßt und fördert.


Berufsbild des Industriedesigners


Industriedesigner können als selbständiger Designer oder im Anstellungsverhältnis in der Industrie tätig werden, aber auch als Berater, Pädagogen oder Designförderer in den relevanten Institutionen, Verbänden und Behörden. Entsprechend werden Industriedesigner als kreative Impulsgeber in Wirtschaft und Gesellschaft wirken.


Industriedesign ist die Gestaltung von Industrieprodukten, die künstlerische Mitarbeit in Unternehmen und die kreative Einflussnahme auf die Gesellschaft im Sinne ganzheitlicher Qualität. Aufgabe des Industriedesigners ist es, arbeitsteilig im Zusammenspiel mit Unternehmer, Ingenieur und Kaufmann die ästhetischen, psychologischen, ergonomischen, sinnlichen und geistigen Bedürfnisse der Verbraucher in die Industrieproduktion einzubringen. Er wirkt zu diesem Zweck bei Produktplanung, Entwicklung und Realisation mit. Bei seiner koordinierenden Entwurfstätigkeit dienen ihm die Erkenntnisse der Wissenschaft und der Technik als Grundlage. Ziel seiner Tätigkeit ist es, dass die Industrieproduktion neben einer perfekten Technik und Distribution für den jeweiligen Benutzer angenehm im Gebrauch ist, seinen ethischen und ästhetischen Erwartungen entspricht und dadurch der Gesellschaft in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht dient.


Eine Unterscheidung zwischen einem praktischen und einem theoretischen Industriedesigner gibt es nicht, da die Designtätigkeit ein realitätsbezogenes, auf objektive Ziele ausgerichtetes, künstlerisches Tun ist.


Die wesentlichen Aufgabengebiete für das Industriedesign sind:


die Gestaltung von Produkten für die Konsumgüterindustrie:


o Verbrauchsgüter, Geschmacks- und Gebrauchsgüter, Verpackung, Schmuck


o Investitionsgüterindustrie: Maschinen, Anlagen, Arbeitsmittel, Innenräume,


o Bürokommunikation und Arbeitsplätze, Messebau


o Fahrzeugindustrie: Personen- und Lastwagen, Schienenfahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge, Transportmittel


das Erstellen von Zielen, Konzepten, Entwürfen und Beurteilungen für Unternehmen und Institutionen:


o Unternehmensberatung,


o Erscheinungsbilder, Gesamtauftritte, Corporate Design,


das Freie Design und Forschen und die Entwicklung von kreativen Visionen für Wirtschaft und Gesellschaft:


o Konzeptionen für Zukunftsszenarien


o Experimentelles Design


o Öffentlichkeitsarbeit


o Umweltgestaltung


Bewerbung


Bewerber für diese Studienrichtung haben neben der schulischen Voraussetzung auch den Nachweis einer entsprechenden künstlerischen Begabung durch das Bestehen einer Eignungsprüfung zu erbringen. Die Eignungsprüfung gliedert sich in eine Mappenvorauswahl, eine praktische Prüfung und eine mündliche Prüfung.


Die Bewerbungsmappe sollte die Größe DIN A2 nicht wesentlich über- oder unterschreiten und mit dem Bewerbernamen versehen eine Auswahl von bis zu 15 selbständig erstellten Arbeiten aufzeigen, die einen Rückschluss über die persönliche Motivation, das gestalterische Potential für das Studium des Industriedesign erkennen lassen. Dazu sind zweidimensionale Entwürfe oder Fotografien von dreidimensionalen Objekten geeignet.


Im Anmeldezeitraum Mai bis 15. Juni sind die Unterlagen unter www.hm.edu abrufbar. Sämtliche Bewerbungsunterlagen müssen bis 15.06. im Immatrikulationsamt der Hochschule München, Lothstr. 34 eingereicht werden.


Mappenabgabe


Die Bewerbermappe für Industriedesign ist bis 15.06. im Sekretariat der Studienrichtung Industriedesign Infanteriestr. 13, 80797 München abzugeben.


Bei bestandener Mappenvorauswahl wird der Bewerber zur praktischen und mündlichen Eignungsprüfung schriftlich eingeladen. Diese Prüfung findet an zwei Tagen in der ersten Juliwoche - zeitgleich mit der Eignungsprüfung für Kommunikationsdesign und Fotodesign - statt.


Über die Zulassung zum Studium für das Industriedesign entscheiden die Professoren des Studiengangs Industriedesign, indem die einzelnen Voten paritätisch in der Zusammenschau ausgewertet werden und die besten Bewerber sichtbar werden lassen.


Studienberatung Prof. Othmar Wickenheiser


80797 München, Infanteriestrasse 13, Zimmer 203


Tel. Sekretariat Industriedesign 089. 1265 - 2801