Bachelorstudiengang Design
Studienrichtung Fotodesign
Ziel des Studiums
Ziel des Studiums ist es, den Studierenden sowohl für eine projekt- und anwendungsbezogene wie auch eine eigenständige künstlerische Arbeit in allen Bereichen des Fotodesigns auszubilden. Das Studium beinhaltet auch die aktive Auseinandersetzung mit angrenzenden Medien. Neben den praxisbezogenen Fotodesign-Fächern belegt der/die Studierende bereits im Grundstudium wissenschaftlich-theoretische Fächer, durch die seine/ihre analytischen Fähigkeiten und historischen Kenntnisse gefördert werden und die ihn/sie zu einem reflektierten Einsatz seiner angewandten oder künstlerischen Arbeit anregen und anleiten soll. Aufgabe des Fotodesigners ist es, Informationen mit den Mitteln der Fotografie, des Films, der Videotechnik und anderer elektronischer Aufzeichnungsverfahren bildlich zu speichern, zu gestalten, zu inszenieren oder neu zu generieren.
Im Verlauf der Ausbildung wird der/die Studierende mit den Techniken der analogen und digitalen Fotografie bzw. des Films und des Videos vertraut gemacht. Die Grundlagen der Gestaltung im Still- wie Bewegtbild werden in projektunabhängigen wie projektbezogenen Aufgabenstellungen diskutiert und angewendet. Die enge Zusammenarbeit mit Werbeagenturen, Verlagen, Firmen, Film- und Fernsehproduktionen und anderen Design-Hochschulen ermöglicht die schnelle Anwendung der erworbenen Fähigkeiten in Kooperationen, Projekten und Wettbewerben und schafft in jeder Phase des Studiums absolute Praxisnähe. Der Schritt in die Berufswelt wird für viele unserer Absolventen damit wesentlich erleichtert, da sie schon im Verlauf des Studiums Praxiserfahrung erwerben und konkret abgeschlossene Projekte und Wettbewerbsergebnisse vorweisen können.
Das insgesamt 7-semestrige Bachelorstudium Design beginnt grundsätzlich im Wintersemester. Es bietet - insbesondere im ersten Semester, in dem die Studierenden aus allen Studienrichtungen gemeinsam in den Grundfächern unterrichtet werden – die Möglichkeit, ein breites Spektrum an studiengangübergreifenden Angeboten wahrzunehmen. Durch eine individuelle Modulauswahl von Lehrfächern mit spezifischen Schwerpunkten kann der/die Studierende seine/ihre Kenntnisse vertiefen. Das fünfte Semester wird außerhalb der Hochschule als Praxissemester abgeleistet, wobei die Fakultät sowohl während der Studiensemester als auch während des Praxissemesters ausdrücklich den Studien- oder Praxisaufenthalt im Ausland begrüßt und fördert.
Berufsbild des Fotodesigners
Fotodesigner können in den unterschiedlichsten Feldern der Fotografie, des Films und des Fernsehens ihren beruflichen Platz finden. Von der häufig anzutreffenden selbständigen Arbeit in Bereichen wie Architektur, Bildjournalismus, Mode oder Werbung bis zur angestellten Tätigkeit in Presse, Verlagen, Werbeagenturen, Bildredaktionen oder der Mitarbeit in Film- und Fernsehproduktionen reicht das Spektrum der Tätigkeiten. Auch die Berufsfelder in Wissenschaft und Forschung, in Medizin, Behörden und Museen zählen zum möglichen Repertoire einer beruflichen Orientierung. Ein sich ständig wandelndes und neu generierendes Berufsbild führt auch zu Neuorientierungen durch die immer größer werdende Einbindung von Bildern und Filmen in Weblogs oder durch die Entwicklung völlig neuer Bildästhetiken und Techniken in Bereichen wie Handy- TV oder Podcasting.
Der Beruf des Fotodesigners hat sich vom rein bildgenerierenden, technisch-handwerklich orientierten Kreativen, zu einem im wesentlichen deutlich breiter angelegten Medienprofi entwickelt, der seine Bilder oft bis zur Druckvorstufe selbst bearbeitet und vorbereitet, der Videos selbst schneidet und mediengerecht anpasst und der von der Akquise angefangen über Vorstellungsgespräche in Redaktionen bis hin zur Publikation sehr viele Fäden in der eigenen Hand behält. Nicht zuletzt ist auch eine rein künstlerische Orientierung denkbar, wie es die Erfolge vieler Fotografen in der zeitgenössischen Kunst belegen.
Bewerbung
Der Nachweis einer künstlerischen Begabung für das Gebiet Fotodesign ist durch die Einreichung einer Mappe und einer Eignungsprüfung zu erbringen. Die InteressentInnen an der Studienrichtung Fotodesign müssen sich innerhalb der Frist vom 2. Mai bis 15. Juni an der Hochschule München bewerben. Parallel zur Onlinebewerbung ist innerhalb der Bewerbungsfrist eine Mappe mit maximal 20 Bildern einzureichen. Das Außenmaß der Mappe darf DIN A3 höchstens geringfügig überschreiten. Gefordert sind hauptsächlich Fotografien, ein kleiner Teil der Bilder können Zeichnungen oder Grafiken sein. CDs, Videokassetten oder dreidimensionale Objekte sind nicht erlaubt. Die Arbeiten sollen einen Eindruck über das Gestaltungsvermögen des Bewerbers vermitteln.
Die Mappe kann sowohl Einzelbilder als auch Kleinserien enthalten. Eine Auswahl von zwei bis drei Schwerpunkten, die dem derzeitigen Stand des individuellen Interesses an der Fotografie entsprechen, wird empfohlen. Das Ausgangsmaterial für die Abzüge in der Mappe kann digital oder analog sein (Film oder digitale Datei). Es werden auf Fotopapier ausbelichtete Bilder als auch über Druckverfahren erzeugte Prints akzeptiert, wenn sie in der Qualität mit dem herkömmlichen Fotoabzug vergleichbar sind. Die Bilder können unkaschiert, im Passepartout oder auf Pappe kaschiert präsentiert werden.
Die Mappe kann Mo.– Do., 9.00–12.00 Uhr, persönlich im Sekretariat in der Infanteriestraße 14 (2. Stock, Raum 216) abgegeben oder per Post an die Fakultät für Design/ Fotodesign, Infanteriestraße 14, 80797 München gesendet werden. Der Mappe ist eine Erklärung mit Foto beizufügen (Formular als Download bei der Online-Anmeldung), dass der Inhalt eigenständig erstellt wurde. Der 15. Juni ist der späteste persönliche Mappenabgabetermin, bei Mappeneinsendungen gilt das Datum des Poststempels.
Die vorliegende Mappe ist das erste Entscheidungskriterium für eine Auswahl der geeigneten Bewerber. Aus den eingereichten Mappen wird in einer Vorauswahl der Kreis der in die engere Wahl kommenden KandidatInnen bestimmt. Über das Ergebnis werden Sie Ende Juni schriftlich benachrichtigt. Im Erfolgsfall werden Sie zur zweitägigen Eignungsprüfung zugelassen. Diese Prüfung wird durch die Fakultät für Design durchgeführt. Diese Eignungsprüfungen finden in ganz Bayern an allen Hochschulen Anfang Juli gleichzeitig statt. Es gibt keine Ersatztermine für diese beiden Prüfungstage.
Der erste Teil des Eignungstests dient zur Ermittlung des kreativen Potentials, der für alle drei Studienrichtungen gleich ist. Der zweite Teil des Tests ist studienrichtungsspezifisch angelegt. So erhalten die Fotodesignbewerber u.a. eine fotografisch zu lösende Aufgabe. Mit allen KandidatInnen werden im Verlauf der zwei Prüfungstage Bewerbungsgespräche geführt. Aus der Summe der oben genannten einzelnen Prüfkriterien werden letztlich diejenigen ermittelt, die an der Hochschule München in der Fakultät für Design aufgenommen werden.
Bis spätestens Ende Juli werden alle in die Schlussrunde gelangten Teilnehmer des Aufnahmeverfahrens über das Ergebnis schriftlich informiert. Bei einem positiven Bescheid ist anschließend noch die fristgerechte Immatrikulation vor dem Start des Wintersemesters erforderlich.
Studienberatung: Franz Birkner e-mail